Annedore-Leber-Berufsbildungswerk Berlin

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Sophie Gruhle

ALBBW-Absolventin 2014, Bauzeichnerin an der Freien Universität Berlin

Name und Alter: Sophie Gruhle, 27 Jahre

Ausbildungsberuf: Technische Zeichnerin für Maschinen- und Anlagentechnik

Ausbildungsort: ALBBW in Berlin-Britz

Abschluss: Sommer 2014

Jetzige Anstellung: Bauzeichnerin an der Freien Universität Berlin


Sophie Gruhle fand ihren Weg ins ALBBW über die Reha-Abteilung der Agentur für Arbeit. Sie absolvierte zunächst eine dreimonatige Berufsfindung im ALBBW, wonach sie sich dann für die Ausbildung zur Technischen Zeichnerin für Maschinen- und Anlagentechnik entschied. Sophie Gruhle schloss diese Ausbildung mit Spitzenleistungen ab – als Jahrgangsbeste in Berlin im Bereich Technische(r) Zeichner(in). Insgesamt gesehen gehörte sie zu den besten 58 Azubis von insgesamt 13.600 IHK-Prüflingen in der Ausbildung. Nach diesem hervorragenden Abschluss gelang es Sophie Gruhle, eine Anstellung an der Freien Universität Berlin als Bauzeichnerin zu bekommen, wo sie u. a. für die Erstellung und Aktualisierung von Grundrissen verantwortlich ist. 


Frau Gruhle, wie sind Sie damals zum ALBBW gekommen?

Als sich meine Erkrankung herausgestellt hatte, kam ich zur Reha-Abteilung der Arbeitsagentur. Dort wurde ich über das ALBBW informiert. Einige Zeit später bekam ich eine Einladung ins ALBBW und so konnte ich mir dann vor Ort einen Eindruck davon verschaffen, welche Möglichkeiten ich habe, um einen Beruf zu erlernen, der mir liegt und Spaß macht.

Welche Ausbildung haben Sie im ALBBW gemacht?

Nach einer dreimonatigen Berufsfindung (BF) im ALBBW habe ich mich entschieden, den Beruf des Technischen Zeichners für Maschinen- und Anlagentechnik zu erlernen. 

In welchem Betrieb haben Sie jetzt eine Anstellung gefunden?

Zurzeit arbeite ich an der Freien Universität Berlin als Technische Zeichnerin in der Fachrichtung Bauzeichnen.

Wie sieht Ihr Arbeitsalltag aus und welche Aufgaben erledigen Sie täglich?

Mein Arbeitsalltag ist vielfältig. Zurzeit nehme ich hauptsächlich diverse Aufmaße auf, die zu einer europaweiten Ausschreibung benötigt werden. Da die Universität viele verschiedene Häuser und Gebäude besitzt und öfter Umbauten oder Neubauten notwendig sind, aktualisieren und standardisieren wir die Pläne und Grundrisse regelmäßig. 

Was hat Ihnen denn besonders geholfen auf Ihrem Weg in Ihren Beruf? Und inwieweit konnte das ALBBW Sie dabei unterstützen?

Mir hat besonders gut geholfen, dass ich Menschen an meiner Seite hatte, die mir bei meinen Problemen, sei es privat oder in meiner Ausbildung, geholfen haben und mit Rat und Tat da waren. Außerdem war es für mich sehr angenehm, dass mein Ausbildungsort und die Berufsschule unter einem Dach waren.

Hatten Sie Unterstützung vom ALBBW bei Ihrer Berufssuche ?

Das ALBBW hat mich bei meiner Berufssuche und auch später bei meiner Jobsuche unterstützt. Nachdem ich zusammen mit meinen Ausbildern und Betreuungspersonen, wie z. B. meinem Sozialpädagogen und den Ärzten einen Beruf gefunden hatte, wurde ich auch in der Jobsuche unterstützt. Die Unterstützung bestand z. B. darin, dass wir Bewerbungstrainings hatten oder wir Hilfe bei der ordentlichen und korrekten Erstellung von Bewerbungsunterlagen erhalten haben. Wenn wir Fragen oder Ratschläge benötigten, konnten wir jederzeit um Hilfe bitten.

Was würden Sie anderen Azubis im ALBBW empfehlen?

Jugendlichen, die eine Behinderung oder ein „Handicap“ haben, und die Hilfe und Betreuung benötigen, empfehle ich, sich über das ALBBW zu informieren und sich dort beraten zu lassen.

Würden Sie das ALBBW als Ausbildungsstätte weiterempfehlen?

Ich würde die Ausbildungsstätte weiterempfehlen, da dieses Berufsbildungswerk eine gute Lösung für Menschen mit Behinderung ist. Besonders gut ist, dass individuell auf die Person eingegangen wird und man immer Unterstützung bekommt. 

Vielen Dank für das Gespräch!

(Das Interview wurde 2015 geführt.)