Der Weg ins ALBBW
Dayana Kons wusste schon früh, dass sie Köchin werden möchte. In der Schule hatte sie bereits erste Erfahrungen in Richtung Gastronomie gesammelt. Wegen ihrer Lese-Rechtschreib-Schwäche und großer Unsicherheit traute sie sich jedoch keine Ausbildung im Betrieb zu. Ihre Klassenlehrerin erzählte ihr vom Annedore-Leber-Berufsbildungswerk Berlin (ALBBW). Für Dayana war schnell klar: Dieser Ort könnte ihr helfen, ihren Traum zu verwirklichen.
Über die Reha-Beratung der Agentur für Arbeit bewarb sie sich im ALBBW. Zunächst entschied sie sich für die Ausbildung zur Beiköchin, weil sie nicht sicher war, ob sie den schulischen Teil schaffen würde. Danach schloss sie direkt die Ausbildung zur Köchin in der Großküche an. Insgesamt verbrachte sie vier Jahre im ALBBW – vier Jahre, die ihr Leben veränderten.
Eine Ausbildung, die stärkt
Dayana beschreibt die Ausbildung im ALBBW als besonders unterstützend und wertschätzend. Sie fühlte sich gut aufgehoben, konnte jederzeit Fragen stellen und erhielt sogar Nachhilfe von ihrem Ausbilder. Die Atmosphäre war familiär, und die regelmäßigen Zielgespräche halfen ihr, sich weiterzuentwickeln. Aus anfänglicher Unsicherheit wurde Schritt für Schritt Selbstbewusstsein.
Durch mehrere Praktika lernte sie unterschiedliche Betriebe kennen: ein McDonald’s-Restaurant, eine Kita und zwei große Hotelketten. So konnte sie bereits während der Ausbildung erleben, wie es in echten Küchen zugeht. Gleichzeitig merkte sie, wie sehr das ALBBW auf Auszubildende eingeht – etwas, das sie in Betrieben oft vermisste.
Der Start ins Berufsleben
Schon zwei Monate vor ihrem Abschluss schrieb sie mit Unterstützung der Integrationsberatung Bewerbungen. Ihr gutes Abschlusszeugnis verschaffte ihr dabei viele Möglichkeiten. Schließlich eröffnete direkt in ihrer Nachbarschaft ein neues Seniorenheim und Dayana wurde sofort eingestellt.
Kurz nach ihrem Abschluss erhielt sie dort einen unbefristeten Vertrag und startete in die Berufswelt. Nur fünf Tage war sie ohne Job. Ein beeindruckender Start, auf den sie zu Recht stolz ist.
Aufstieg zur stellvertretenden Küchenleitung
Dayana wurde sofort als stellvertretende Küchenleiterin eingestellt. Ihr Chef erkannte ihr Potenzial und ermutigt sie bis heute: Er kann sich vorstellen, dass sie einmal Küchenchefin wird. Das hätte sich Dayana früher niemals zugetraut.
Zu ihren Aufgaben gehören unter anderem das Frühstück vorbereiten, die Küche sauber halten, Waren bestellen, Inventur führen und die Dienstplanung unterstützen. Sie kocht täglich sowohl für die Bewohner*innen des Hauses als auch für Gäste von außerhalb. Dabei geht sie auf besondere Wünsche, wie vegetarische, halal- oder Schonkostgerichte ein.
Wertvolle Erfahrung und klare Empfehlung
Dayana sieht keine Nachteile darin, im BBW ausgebildet worden zu sein. Sie hebt besonders hervor, wie viel Mühe sich ihr Ausbilder gegeben hat und welche großen Lernmöglichkeiten sie hatte. Vom Zerlegen eines Wildschweins bis hin zum Umgang mit hochwertigen Speisefischen.
Ihr Tipp für Auszubildende lautet: pünktlich und zuverlässig sein sowie die vielen Angebote des ALBWW nutzen. Denn wer Motivation zeigt, bekommt hier enorm viel zurück.
Für Dayana ist klar: Das ALBBW hat ihr Selbstvertrauen gegeben und ihr den Weg in eine erfolgreiche berufliche Zukunft eröffnet. Sie empfiehlt es von Herzen weiter.
Mein Chef traut mir zu, dass ich irgendwann alleine die Küchenleitung übernehmen. Das hätte ich mir früher nie zugetraut.
Dayana Kons
Stellvertretende Küchenleitung im Seniorenheim