Annedore-Leber-Berufsbildungswerk Berlin

04.07.2013

Umfassende Teilhabe behinderter Menschen am wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Leben ermöglichen

Im Rahmen einer Podiumsdiskussion wurden die Möglichkeiten, inklusive Wettkämpfe in Deutschland zu etablieren, diskutiert.

Berufliche Wettkämpfe in Deutschland sollten künftig inklusiv gestaltet werden. Dieses Signal ging von einem Fachsymposium aus, das im Rahmen der WorldSkills am 4. Juli 2013 in Leipzig stattfand. Experten aus beruflicher Rehabilitation, Wirtschaft und Politik forderten, eine umfassende Teilhabe behinderter Menschen am wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen. Dazu gehöre auch der verstärkte Zugang zu beruflichen Wettkämpfen.

Mehr als 70 Experten aus Einrichtungen der beruflichen Rehabilitation sowie Vertreter von Unternehmen, Kammern und der Agentur für Arbeit diskutierten auf dem Leipziger Symposium, wie inklusiv gestaltete Wettkämpfe in Deutschland gelingen können. Die Veranstaltung fand unter dem Dach der WorldSkills statt, der Weltmeisterschaften der Berufe, die in diesem Jahr in Deutschland ausgetragen wurden. Während in anderen Ländern berufliche Wettkämpfe für behinderte Menschen, sogenannte „Abilympics“, fest etabliert sind, sind derartige Angebote in Deutschland noch wenig verbreitet.

„Berufliche Wettkämpfe sind eine wunderbare Möglichkeit, das Potenzial von Menschen mit Behinderungen aufzuzeigen. Oft wird unterschätzt, was diese Menschen alles leisten können“, betont Dr. Katja Robinson, Geschäftsführerin der Bundesarbeitsgemeinschaft der Berufsbildungswerke (BAG BBW). Menschen mit einer Behinderung seien ein Gewinn für Unternehmen – dies gelte nicht nur vor dem Hintergrund des zunehmenden Fachkräftemangels in vielen Branchen. „Vielfalt in der Belegschaft stärkt auch die Innovationskraft von Unternehmen und sorgt für ein besseres Betriebsklima“, so Robinson weiter.

Auch WorldSkills Germany will sich dafür stark machen, inklusiv gestaltete Wettbewerbe zu entwickeln. „Wir empfehlen, hierzu eine Arbeitsgruppe zu gründen, die dieses Thema in den nächsten Monaten weiter vorantreibt. Darauf aufbauend können dann erste Pilotprojekte – auch in Zusammenarbeit mit anderen Ländern – starten“, erklärt Elfi Klumpp, Geschäftsführendes Vorstandsmitglied von WorldSkills Germany.

Die WorldSkills, die Weltmeisterschaften der Berufe, fanden vom 2. bis 7. Juli 2013 in Leipzig statt. Das Event wurde u.a. durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung und die Europäische Union gefördert. Das Fachsymposium zur Teilhabe behinderter Menschen wurde in Partnerschaft von WorldSkills Germany, der Bundesarbeitsgemeinschaft der Berufsbildungswerke, dem Annedore-Leber-Berufsbildungswerk Berlin, dem Berufsbildungswerk Leipzig und Festo Didactic ausgerichtet.

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