Annedore-Leber-Berufsbildungswerk Berlin

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Matthias Stockheim

ALBBW-Absolvent 2014, Helfer im Zoo-Restaurant im Zoo Berlin

Name und Alter: Matthias Stockheim, 22 Jahre

Ausbildungsberuf: Helfer im Gastgewerbe

Ausbildungsort: Ausbildungshotel Zeuthen

Abschluss: Sommer 2014

Jetzige Anstellung: Helfer im Zoo-Restaurant im Zoo Berlin


Matthias Stockheim kam zum ALBBW, weil er es sonst aufgrund seiner Lernschwäche und einer Sprachstörung auf dem ersten Arbeitsmarkt sehr schwer gehabt hätte. Nach einer Arbeitserprobung fing er eine Ausbildung zum Helfer im Gastgewerbe im Ausbildungshotel Zeuthen an. Durch die Konzentration auf die praktische Arbeit konnte Matthias Stockheim nach drei Jahren seine Ausbildung erfolgreich beenden. Auf diverse Bewerbungen folgten mehrere Probetage in verschiedenen Betrieben, woraus am Ende eine feste Anstellung im Zoo-Restaurant des Berliner Zoos resultierte. Durch die Ausbildung im ALBBW hat es Matthias Stockheim letztendlich geschafft, den Zugang zum ersten Arbeitsmarkt zu finden


Herr Stockheim, Sie haben Ihre Ausbildung zum Helfer im Gastgewerbe im Sommer 2014 abgeschlossen. Wie sind Sie dazu gekommen, im Annedore-Leber-Berufsbildungswerk Ihre Ausbildung zu machen?

Direkt nach meiner Schulzeit war ich auf der Suche nach einer Ausbildung, und das Arbeitsamt hat mir empfohlen, die Ausbildung im ALBBW zu machen. Mir fiel schon immer das Lernen sehr schwer, weil ich eine Lernschwäche habe. Außerdem habe ich auch eine starke Sprachstörung gehabt, die es mir woanders schwer gemacht hätte, eine Ausbildung zu bekommen. Ich habe zuerst eine Arbeitsmaßnahme im Ausbildungshotel in Zeuthen gemacht, um zu schauen, ob ich da klar komme. Danach habe ich mich dann für die Ausbildung zum Helfer im Gastgewerbe entschieden, die auch in Zeuthen angeboten wird.

Nachdem Sie Ihre Ausbildung beendet hatten, wie sind Sie dann zu Ihrem jetzigen Job gekommen?

Nach meiner Ausbildung haben mir das Arbeitsamt und vor allem die Integrationsberatung des ALBBW geholfen. Die Integrationsberatung hat mich beim Schreiben der Bewerbungen unterstützt, weil ich darin nicht so gut bin. Ich habe dann auch gleich, ein paar Monate nachdem ich meine Ausbildung abgeschlossen hatte, einige Angebote zum Probearbeiten bekommen. Bei dem ersten blieb es beim Probetag, aber bei meinem zweiten Job wurde ich dann für die gesamt Probezeit von 6 Monaten genommen. Danach hat mir dann ein privater Arbeitsvermittler, den ich über das Arbeitsamt bekommen habe, weitergeholfen. Über den bin ich dann an diese Stelle im Zoo-Restaurant gekommen. Hier arbeite ich jetzt seit April 2014.

Was sind denn im Zoo-Restaurant Ihre täglichen Aufgaben?

Ich arbeite vor allem in der Küche, aber auch manchmal vorne im Restaurant und auf der Terrasse. Ich kümmere mich um das Essensband und sorge für Sauberkeit in der Küche. Im Restaurant räume ich vor allem ab und helfe bei anfallenden Tätigkeiten. Ich bin also überall mit dabei. In meinen vorigen Arbeitsstellen hatte ich auch viel Kundenkontakt und musste Englisch und Spanisch sprechen. Da hat es mir viel gebracht, dass ich mehre Sprachen kann.

Wurden Sie während Ihrer Ausbildung auf den Berufsalltag vorbereitet?

Ja. Ich habe zwei Praktika gemacht. Eines in einem griechischen Restaurant, wo ich in der Küche und auch mit Kunden im Restaurant gearbeitet habe. Später habe ich dann noch ein Praktikum in der Kantine meiner Berufsschule gemacht. Durch die Praktika konnte ich sehen, wie es in Betrieben abläuft.

Was glauben Sie, sind die wichtigsten Unterschiede zwischen einer Ausbildung im ALBBW oder einer Ausbildung in einem Betrieb?

Für mich war es wichtig, dass sich die Ausbilder Zeit für mich nehmen und ich an meinen Problemen arbeiten kann. Die waren auch nicht so streng, haben aber schon die nötigen Anforderungen gestellt, dass ich auch viel gelernt habe. Am Anfang hatte ich große Probleme beim Sprechen, aber da konnte ich dran arbeiten und wurde unterstützt von meinen Kolleginnen und Kollegen sowie den Betreuerinnen und Betreuern. Mein Ausbilder hat mir auch beim Lernen geholfen, was mir sehr schwer fällt wegen meiner Lernschwäche. Diese ganze Hilfe bekommt man woanders, glaube ich, nicht. Das ist schon etwas Besonderes.

Was würden Sie neuen Auszubildenden empfehlen? 

Also mir hat es geholfen, dass immer Leute da waren, die mich unterstützt haben. Ich würde empfehlen, diese Hilfe auch anzunehmen. Es ist manchmal schon viel Arbeit gewesen, da sind andere Menschen wichtig, z. B. die Eltern oder Freunde, die einem helfen können. Oder auch Leute aus dem Berufsbildungswerk.

Würden Sie im Nachhinein eine Ausbildung in Zeuthen weiterempfehlen?

Ja, auf jeden Fall. Zeuthen war gut. Ich hab viel gelernt, sogar Dinge, bei denen ich am Anfang nicht dachte, dass ich sie schaffen werde. So viel Hilfe wie hier kriegt man woanders nicht.

Vielen Dank für das Gespräch!

(Das Interview wurde 2015 geführt.)