Annedore-Leber-Berufsbildungswerk Berlin

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David Claßen

ALBBW-Absolvent 2017, Mitarbeiter bei Transgourmet Deutschland

Name und Alter: David Claßen, 24 Jahre alt

Ausbildungsberuf: Servicefachkraft für Dialogmarketing

Ausbildungsort: ALBBW in Berlin-Britz

Abschluss: Sommer 2017

Jetzige Anstellung: Mitarbeiter im Contact Center, Transgourmet Deutschland GmbH & Co. OHG


David Claßen begann im ALBBW zunächst eine Ausbildung als Fachpraktiker Küche, konnte diese jedoch aus gesundheitlichen Gründen nicht fortsetzen. Er wechselte den Beruf und schloss seine Ausbildung zur Servicefachkraft für Dialogmarketing 2017 mit Erfolg ab. Im Rahmen der Verzahnten Ausbildung sammelte er schon frühzeitig praktische Erfahrungen und lernte auch seinen jetzigen Arbeitgeber, Transgourmet Deutschland, kennen. Seine guten Leistungen und seine freundliche Art im Kundenkontakt überzeugten die Firma, so dass sie ihm direkt nach der Abschlussprüfung einen Arbeitsvertrag anbot.


Herr Claßen, wie haben Sie vom ALBBW erfahren und wie sind Sie dorthin gekommen?

Ich bin durch die Bundesagentur für Arbeit ins ALBBW gekommen. Im Dezember 2014 hatte ich einen Termin bei der Arbeitsagentur, weil ich in meinem ehemaligen Berufsbildungswerk nicht glücklich war. Meinem Reha-Berater sagte ich, dass ich gern nach Berlin wechseln würde. Im Februar 2015 war dann ein Platz für mich frei. Für das ALBBW sprachen für mich unter anderem auch das ausgewogene Freizeitangebot und die seltenen Schließungszeiten.

Wie verlief Ihre Ausbildung? Glauben Sie, es gab Unterschiede zu anderen Ausbildungen?

Nein, ich glaube nicht. Die Ausbildung war genauso wie woanders auch. In meiner Ausbildungszeit konnte ich auch eine Verzahnte Ausbildung (VAmB) bei Transgourmet machen. Das ist die Firma, bei der ich mittlerweile auch angestellt bin. Während der VAmB habe ich sehr viel Unterstützung von Seiten der Ausbilder aus dem ALBBW erhalten. Das hat mir geholfen, auch schwierige Phasen zu überstehen und die VAmB erfolgreich abzuschließen. Auch schulisch wurde ich intensiv unterstützt und konnte meine Stärken gut einsetzen und ausbauen. So ist es mir auch gelungen, meinen Notenschnitt auf 1,7 zu verbessern.

Wie ging es nach Ihrer Ausbildung weiter?

Ich habe am 16.06. meine Abschlussprüfung bestanden und konnte direkt danach in den Job bei Transgourmet einsteigen – und das ohne einen Tag Pause dazwischen!

Was sind dort Ihre täglichen Aufgaben?

Ich nehme vor allem Reklamationen und Bestellungen an. Dabei arbeite ich sowohl im In- als auch im Outbound-Bereich. Außerdem bin ich an verschiedenen Projekten beteiligt, bei denen es um unsere Bestandskunden geht.

Werden Sie manchmal anders behandelt als andere?

Nein, eigentlich gar nicht. Ich werde so behandelt, wie ich es gut finde, nämlich normal. Ich will nicht in Watte gepackt, sondern als vollwertiges Mitglied des Teams anerkannt werden.

Wenn Sie nochmal zurückblicken, was hat Ihnen in Ihrer Ausbildung besonders geholfen?

Ich fand es gut, dass es immer und für alles Ansprechpartner gab. Auch die Freizeitgestaltung war sehr gut, ob es jetzt die Sommerreise war oder ein Theaterwochenende. Auch das Leben im Internat war angenehm gestaltet. Es wurde auf die Wünsche der Bewohner eingegangen und auf gemeinsame Aktivitäten Wert gelegt.

Was würden Sie anderen Teilnehmenden empfehlen?

Ich finde es ganz wichtig, die Hilfe, die man im ALBBW bekommt, auch anzunehmen und nicht so negativ an Sachen heranzugehen. Ich war auch in der Teilnehmendenvertretung und konnte da viel über mich lernen. Ich würde deswegen den anderen Azubis auch empfehlen, solche Ämter und Möglichkeiten zu nutzen, um daran dann weiter zu wachsen. Das steigert das Selbstwertgefühl und die Toleranz, und man wird stärker. Aus eigener Erfahrung kann ich nur wiederholen: Nehmt die Angebote, die ihr bekommt an – egal in welchem Bereich. Es kann euch echt weiterhelfen für eure Zukunft.

Würden Sie das ALBBW weiterempfehlen?

Ja, würde ich. Aber ich würde auch versuchen, den ersten Arbeitsmarkt anzusteuern. Natürlich ist das BBW eine gute Möglichkeit, und ich bin sehr froh darüber, diese Chance gehabt zu haben. Menschen mit Beeinträchtigungen erhalten dort viel Unterstützung, und ich würde es klar weiterempfehlen.

Vielen Dank für das Gespräch!

(Das Interview wurde 2017 geführt.)