Annedore-Leber-Berufsbildungswerk Berlin

01.06.2017

Arbeitssenatorin Breitenbach besucht das ALBBW

Arbeitssenatorin E. Breitenbach und Staatssekretär A. Fischer (rechts) mit Ausbilder M. Busch in der Holzwerkstatt des ALBBW. (© ALBBW)

Am 31. Mai 2017 besuchten Elke Breitenbach, Senatorin für Integration, Arbeit und Soziales, sowie Alexander Fischer, Staatssekretär für Arbeit und Soziales, das Annedore-Leber-Berufsbildungswerk Berlin (ALBBW), um sich vor Ort über die Ausbildung junger Menschen mit Behinderung zu informieren. Schwerpunktthemen waren unter anderem inklusive Ausbildungsmodelle wie die Verzahnte Ausbildung mit Betrieben (VAmB) und die Integration junger Menschen mit Handicap in den ersten Arbeitsmarkt. 

„Arbeit ist weit mehr als Broterwerb – sie ist eine wichtige sinnstiftende Komponente unseres Lebens“, betonte Margrit Zauner, Vorstandsvorsitzende des ALBBW-Trägervereins BBW Berlin e. V. „Seit fast 40 Jahren setzen wir uns im ALBBW dafür ein, dass junge Erwachsene mit einer Behinderung eine Berufsausbildung abschließen können und ihren Weg in ein erfülltes Arbeitsleben finden.“ 

Im Rahmen eines Rundgangs durch ausgewählte Ausbildungsbereiche wie die Großküche sowie die Holz- und Metallwerkstatt konnten sich Senatorin Breitenbach und Staatssekretär Fischer von der hohen Qualität der Ausbildung überzeugen und mit Auszubildenden und Mitarbeitenden ins Gespräch kommen. Aktuell bietet das ALBBW 39 Berufe sowie verschiedene Maßnahmen zur Berufsorientierung und Vorbereitung an. 

Ein thematischer Schwerpunkt des Besuchs war die sogenannte Verzahnte Ausbildung (VAmB), bei der die Auszubildenden bis zur Hälfte ihrer gesamten Lehrzeit in einem Kooperationsbetrieb der freien Wirtschaft verbringen. „Mit einer VAmB können die Auszubildenden frühzeitig praktische Erfahrungen außerhalb des ALBBW sammeln“, erklärte Sonja Staack, Vorstandsmitglied des BBW Berlin e. V. Auch Unternehmen biete dieses Modell viele Vorteile, ergänzte Ulrich Wiegand, Vorstandsmitglied des BBW Berlin e. V.: „Die VAmB ist eine optimale Chance für Betriebe, Nachwuchsfachkräfte bereits während der Ausbildung kennen zu lernen – und das ohne bürokratische Hürden und finanziellen Aufwand, denn das ALBBW bleibt auch während der Praxisphasen der zuständige Ausbildungsbetrieb.“ 

Die Ausbildung im ALBBW erfolgt nach den Bestimmungen des Berufsbildungsgesetzes bzw. der Handwerksordnung. Jedes Jahr beenden über hundert junge Menschen ihre Ausbildung hier und stehen Unternehmen als qualifizierte Arbeitskräfte zur Verfügung. 


Das Annedore-Leber-Berufsbildungswerk Berlin (ALBBW), eine rehabilitationsspezifische, außerbetriebliche Einrichtung, bildet seit 1979 junge Menschen mit Behinderungen und besonderem Förderbedarf beruflich aus. Dazu gehören junge Erwachsene mit Körper-, Sinnes- und Lernbehinderungen sowie psychischen Erkrankungen. Ziel ist es, den jungen Menschen durch eine praxisnahe Ausbildung den Weg in den ersten Arbeitsmarkt zu ebnen und ihnen so eine selbstbestimmte Teilhabe am beruflichen und gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen. Das ALBBW ist eine der größten Berliner Ausbildungseinrichtungen für junge Menschen mit Behinderungen und komplexem Unterstützungsbedarf, die Finanzierung erfolgt überwiegend durch die Bundesagentur für Arbeit. Träger des ALBBW ist der gemeinnützige Verein Berufsbildungswerk Berlin e. V. Als ordentliche Mitglieder gehören ihm das Land Berlin, die Handwerkskammer Berlin, die Industrie- und Handelskammer zu Berlin, die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung, der Deutsche Gewerkschaftsbund, die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft und die Gemeinde Zeuthen an.